Home - Die "Angeln-Saga"

Wolfgang Börnsen

hat aus seinem Buch

die "Angeln-Saga"

zur Monatsversammlung am 19. Februar vorgetragen

„Warum Angeln für mich Heimat geworden ist!“  So lautet die überschrift zu dem Vorwort von Wolf Biermann, in dem er u.a. über die Spaziergänge in Langballigau erzählt.  Für ihn ist Angeln das „Zentrum der Welt“ und dem Ende des  über 500-seitigen Buches vorweg-greifend, erläutert er auch warum.  Die Angeln-Saga von Wolfgang Börnsen beschreibt Angeln um die Mitte des 5. Jahrhunderts. Aus dem anfangs idyllischen  Leben zwischen Flensburger Förde, Treene und Schlei  verschlechtern sich die Lebensbedingungen zusehends. Dauerregen verdirbt die Ernten, Herings-schwärme in der Schlei bleiben aus und es vergeht kaum ein Winter, wo die Angeln nicht hungern müssen. Brutale überfälle von kriegerischen Stämmen und deren unvorstellbare Grausamkeiten, machen das Leben der Sippen zur Hölle. Das Leben der Einwohner – ob in Bönsbarg oder Smedeby – wird eindrucksvoll und häufig recht drastisch erzählt. Die niederdeutsche Sprechweise der Angeln vermittelt das Gefühl, dass der Leser sich hineingenommen fühlt in die Gemeinschaft der Handelnden. Als Appetitanreger hier einige Buchauszüge:  Ein weiterer Streitfall betraf drei Jungkerle.  „Die Angeklagten sollten mit einem Brandmal der Schande auf der Brust durch ein glühendes Eisen gezeichnet werden. Jeder würde dann wissen, auf diese Schafhirten könne man sich nicht verlassen!“                                                                                                             Am Ende eines Festes kam es zu einem hitzigen Streit: „Pinnwien hatte sich bereits vollständig vom Hemd befreit und mit mächtigem Wabbelbauch vor seine Bank gestellt, dort wartete er kampfbereit auf seinen Gegner…. Der Friesenführer blähte sich mächtig auf, um gegen den ausladenden Angeln mithalten zu können. Da geschah es. „Brrrrumm, bum, bum. Dem tapferen Friesen entwich ein unglaublich lauter, langer und für Kenner durchaus wohltönender Wind aus seinen schlaffen Arschbacken, der die gesamte Feiergesellschaft zutiefst verblüffte, einige sogar entzückte! Welch ein Furz!“

Wolfgang Börnsen (* 26. April 1942 in Flensburg) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1987 bis 2013 Bundestagsabgeordneter und von 2005 bis 2013 Vorsitzender der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Nach der Mittleren Reife machte Börnsen eine Lehre zum Maurer und besuchte die Höhere Handelsschule Flensburgs. Danach absolvierte er an der Pädagogischen Hochschule (PH) Kiel ein Studium für das Lehramt an Realschulen. Anschließend war er als Lehrer für Geschichte, Wirtschaft/Politik und Religion an der Käte-Lassen-Schule Flensburg tätig. Börnsen hatte außerdem Lehraufträge an der PH Kiel für Freizeitpädagogik und an der PH Flensburg für Spiel- und Theaterpädagogik.   1962 spielte Börnsen für kurze Zeit Schlagzeug in der Beat- und Schlagerband Club 62, deren Proberaum sich im dänischen Jugendheim in der Stuhrsallee befand. Ab 1963 berichtete er als „rasender Dorfreporter“ für das Flensburger Tageblatt, so auch aus Angeln über die Schneekatastrophe in Norddeutschland 1978. Wolfgang Börnsen ist Vater von vier Kindern.

Zu Wolfgang Börnsen  bekam die MVFF 2009 erstmalig Kontakt durch den damaligen Vorsitzenden der MVFF, Günter Thye. Im Rahmen einer Blitzaktion für ein schwererkranktes Mädchen aus dem Nord-Irak, Haneen, das an Leukämie erkrankt war und dringender Hilfe benötigte, engagierte sich Wolfgang Börnsen auf Bitte von Thye für einen sofortigen Lufttransport von Bagdad in eine Spezialklinik nach Hannover. Seit 1987 war Wolfgang Börnsen Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er Vorsitzender des Arbeitskreises Küste der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Seit November 2005 leitete er außerdem den Fraktionsarbeitskreis Kultur und Medien und war auch kulturpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion.  Wolfgang Börnsen ist 1987, 1990, 1994 und 2009 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises 1 Flensburg – Schleswig in den Bundestag eingezogen, 1998, 2002 und 2005 über die Landesliste Schleswig-Holstein. Er kündigte an, bei der Bundestags-wahl 2013 nach über 25 Jahren als Bundestagsabgeordneter nicht mehr anzutreten Seine Nachfolgerin wurde Sabine Sütterlin-Waack.

Zusammenstellung: Günter Thye



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